Nach dem Abenteuer auf der Sandbank folgte ein entspannter Inseltag. Während Skipper Koen die Iselmar wieder einsatzbereit machte, erkundete die Besatzung eine der schönsten Inseln des Wattenmeers – mit Dünen, Fahrradtouren und natürlich einer Portion Kibbeling.
Nach der ruhigen Nacht vor Anker in der Fahrrinne des Wattenmeers stand an diesem Morgen nur eine kurze Etappe auf dem Programm. Da der beschädigte Kurbelkasten – von der Besatzung liebevoll „Fingerfresser“ genannt – zunächst repariert werden musste, ging es ausnahmsweise unter Motor nach Terschelling. Skipper Koen hatte den Jugendlichen am Vorabend eine Extraportion Schlaf versprochen. So wurden viele erst vom gleichmäßigen Brummen des Motors geweckt und konnten den Tag mit einem gemütlichen Frühstück gegen 10 Uhr beginnen.
Bereits rund eine Stunde später lief die Iselmar in den Hafen von Terschelling ein.
Insel mit besonderem Flair
Terschelling zählt zu den beliebtesten Westfriesischen Inseln der Niederlande. Kilometerlange Sandstrände, weitläufige Dünenlandschaften und kleine Ortschaften prägen das Bild der Insel. Dank eines gut ausgebauten Radwegenetzes lässt sie sich hervorragend mit dem Fahrrad erkunden. Maritime Traditionen, historische Kapitänshäuser und der Brandaris – der älteste noch in Betrieb befindliche Leuchtturm der Niederlande – verleihen Terschelling seinen besonderen Charakter.
Zunächst erhielt die Iselmar einen Liegeplatz in Strandnähe. Dort konnte Skipper Koen den defekten Kurbelkasten fachkundig wieder anschweißen und das Schiff für die kommenden Segeletappen fit machen.
Zeit zum Entdecken
Für die Besatzung bedeutete der lange Aufenthalt vorwiegend eines: Freizeit. Einige mieteten Fahrräder und erkundeten die Insel bis zum östlichen Ende, andere spazierten durch die Dünen oder machten sich auf den Weg zum Westende der Insel. Natürlich durfte auch der traditionelle Kibbeling-Stopp nicht fehlen. Für viele gehört der frisch gebackene Fisch inzwischen genauso zu Terschelling wie der Blick über Strand und Nordsee.
Am frühen Abend trafen sich alle wieder an Bord, tauschten ihre Erlebnisse aus und genossen die entspannte Atmosphäre im Hafen.
Die Kochgruppe sorgte anschließend mit einem mediterranen Drei-Gänge-Menü für den kulinarischen Abschluss des Tages. Den Auftakt machte ein frischer Salat nach griechischer Art. Es folgte eine herzhafte griechische Kartoffelpfanne mit Paprika, Zwiebeln und einer aromatischen Dill-Thymian-Würzung. Den süßen Schlusspunkt setzte eine cremige Beeren-Mascarpone-Creme, verfeinert mit fruchtigem Erdbeerpüree und knusprigem Spekulatiuskeks.
Den kühlen Sommerabend ließ die Besatzung anschließend bei Gesellschaftsspielen, guten Gesprächen und Getränken an und unter Deck gemütlich ausklingen.
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